Hessisch Lichtenau

 

Früher und Heute

Aktuell. Freitag, 19. Februar 2016

Mehr als zweieinhalb Jahre nach Baubeginn ist der Tunnel Hirschhagen an der A44 in Hessen am Freitag von zwei Seiten durchbrochen worden.Die beiden Röhren, die Hessisch Lichtenau und Helsa verbinden, sind jeweils etwa 4200 Meter lang


Die Baukosten des teuersten Teilstücks zwischen Kassel und Eisenach belaufen sich auf etwa 250 Millionen Euro. Länger ist in Deutschland nur noch der Rennsteigtunnel, der den Thüringer Wald unterquert. Er hat eine Länge von acht Kilometern. Ende 2019 soll der Verkehr durch den Hirschhagener Tunnel fließen. 2025 sollen ihn mehr als 31 000 Fahrzeuge am Tag durchfahren. Er unterquert einen Fluss, eine Bahnlinie und die Bundesstraße.

Beim Bau des Tunnels steht die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer im Fokus. So werden beispielsweise 15 Rettungsstollen gebaut, die als mögliche Fluchtwege beide Tunnelröhren verbinden.

Aktuell. Donnerstag, 24.Juli 2014

Autobahn 44: Ab heute rollt der Verkehr durch den Schulbergtunnel.

 

Lange hat es gedauert, heute fließt der Verkehr nun endlich: Der nächste Streckenabschnitt der A 44 bei Hessisch Lichtenau wird freigegeben. Als erste Fahrzeuge dürfen Segways durch den Schulbergtunnel rollen. Ab 16 Uhr soll der Verkehr fließen.

Wird die “A 44“ zum Milliarden - Grab?

 

Die Verlängerung der A 44 von Kassel bis Herleshausen ist Teil des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Nr.15.

Sie wird auf insgesamt 69,42 km Länge in elf Teilabschnitten geplant.

Der Baubeginn erfolgte im Jahre 2000. Die rund 70 km lange Autobahn soll ca. 1,4 Mrd. EURO kosten und bis zum Jahre 2016 fertig gestellt sein.

Unter anderem sind vorgesehen:

- 13 Tunnel mit einer Gesamtlänge von rund 14 km geplant.

- Fertigstellung bis zum Jahr 2016

- Investitionskosten: ca. 1,4 Mrd. €

Daten zum Tunnel Hirschhagen, dem Abschnitt mit dem längsten Tunnel von 4,15 km Länge

- Länge: 5,94 km

- Gesamtkosten: 241 Mio. €

- Fahrbahnbreite: 2 x 10,50 m,

- Tunnel: Hirschhagen ca. 4.150 m

- Verkehrsbelastung (Prognose für 2020): ca. 37.800 Kfz/24h

Der 4,15 km lange Tunnel „Hirschhagen“ beginnt nördlich von Eschenstruth und endet nord-westlich von Hessisch Lichtenau vor dem Steinbachtal.

Privatfotos: Jürgen Strohwald

 

NEU...NEU... Hessisch Lichtenau

Hessens längster Straßentunnel kann gebaut werden.

Die Container sind da.

Eine kleine Stadt für sich, entsteht für sechs Jahre im südlichen Industriegebiet.

Für den Bau des Tunnels Hirschhagen werden 180 Mitarbeiter in einem Containerdorf in Hessisch Lichtenau untergebracht.

Die Container waren bereits bei den Bauarbeiten zum Gotthard-Tunnel in der Schweiz zum Einsatz gekommen.

Seit November 2009 gilt Baurecht für den 5,9 Kilometer langen Abschnitt der A 44 zwischen Helsa-Ost und Hessisch Lichtenau. Der gesamte Abschnitt soll 320 Millionen Euro kosten.

Stadtgeschichte

 

Hessisch Lichtenau

Das 700 Jahre alte Städtchen Hessisch Lichtenau ist nicht nur Heimat von Frau Holle, der wohl bekanntesten Märchenfigur der Gebrüder Grimm, sondern bietet ein sehr geschlossenes Fachwerkensemble in der Innenstadt (ca. 130 Gebäude), ein altes Rathaus (1665) und direkt daneben eine gotische Stadtkirche aus dem 15. Jahrhundert.

Das Weinfest, der Karpfenfängermarkt und der Nussknacker-Weihnachtsmarkt mit seinem weltgrößten Nussknacker erfreuen die ganze Region mit Laune und Kurzweil. Alljährlich veranstaltet das Jugendzentrum die Ferienspiele auf dem Freizeitgelände. Hier werden zwei Wochen lang pädagogisch betreute Veranstaltungen und Exkursionen für Kinder und Jugendliche angeboten. Erleben Sie die moderne Fachwerkstadt als "Tor zum Frau Holle Land" bei Ihrem persönlichen Besuch in ihrer ganzen Vielfalt.

Bauwerke

Im Ortsteil Fürstenhagen: Gebäudekomplex der George und Conrad Lenoir Stiftung (ehemalige Waisenhäuser), Pestalozzi-Denkmal, Mausoleum der Familie Lenoir, auf einem Hügel an einem Teich gelegen (Architekt: Julius Eubell; erbaut 1903); 1893 gestiftet von George André Lenoir (1825-1909), Sohn von J. H. Lenoir und Ehrenbürger von Kassel. Auch der benachbarte landwirtschaftliche Betrieb Teichhof gehörte ursprünglich zur Lenoir-Stiftung.

Burg Reichenbach

Die Burg Reichenbach ist eine romanische Burgruine bei der Kleinstadt Hessisch Lichtenau in Hessen (Deutschland). Sie befindet sich auf dem rund 522 m ü. NN „Schlossberg“ im nordhessischen Werra-Meißner-Kreis etwa auf halber Strecke zwischen den südlichen Hessisch Lichtenauer Stadtteilen Reichenbach im Ost-Südosten und Retterode im Westen. Auf dem Schlossberg unterhielten bereits die Römer ein Kastell. Die Chatten legten dann im 5. Jahrhundert eine Wallburg gegen die Hermunduren an. Das 2 km südöstlich der Burg liegende Dorf „Reichenbach“ selbst ist 1089 erstmals urkundlich erwähnt.

Verkehr

Die Straßenbahnlinie 4 (Richtung Mattenberg) fährt auf der Lossetalbahn direkt in die Kasseler City und verkehrt werktags im 30-Minuten-Takt, morgens Montag - Freitag im 15-Minuten-Takt und am Wochenende stündlich. Links die Wehretalbrücke (Ansicht von Südost) der A44 bei Walburg.Hessisch Lichtenau liegt an der B 7, im Osten der Stadt befindet sich zwischen den Anschlussstellen Hessisch Lichtenau-Mitte und Hessisch Lichtenau-Ost (Walburg) ein wenige Kilometer langes Teilstück der BAB 44 mit der Wehretalbrücke (530 m lang) und dem Walbergtunnel (ca. 280 m lang), die Verlängerungsabschnitte bis Kassel sowie bis Wommen befindet sich in verschiedenen Bau- und Planungsphasen

 

Persönlichkeiten

 

Söhne und Töchter der Stadt:

  1. Johann Feige (1482-1543), Kanzler der Landgrafschaft Hessen

  2. Gustav Siegel (1861-1931), Stadtchronist und Heimatforscher

  3. Johann Peter (1869-1944), ehem. Bürgermeister sowie Ehrenbürger Hessisch

      Lichtenaus

  4. Louis und Wilhelm Wolff, Stifter des Kanzler-Feige-Brunnens

  5. Salomon Fröhlich, Gründer der Schwerweberei Fröhlich und Wolff

  6. Egon Höhmann (1926-1979), Lehrer in Fürstenhagen, MdB sowie Staatssekretär in

      Bonn

  7. Konrad Schwalm (1914-2000), Landschaftsmaler und Zeichner, Besitzer des

      Malerwinkel Schwalm

  8. Erich Rosenblath, Gründer der Möbelfabrik Rosenblath

  9. Friedrich Ritter, Botaniker

10. Heinrich Schäfer, Ägyptologe

11. Hermann Bente, Ökonom

12. Günter Bauer († 2009), Lehrer, Träger des Bundesverdienstkreuzes